Herzlich willkommen im Jahr 2020. Den ersten Blogbeitrag des noch jungen Jahres möchte ich dem Arbeitsleben im Allgemeinen und den Mitarbeitern im Besonderen widmen. Und das aus mehreren Gründen: Zum einen kann kein Unternehmen, ob groß, ob klein, ob stationärer Einzelhändler oder Multichannel-Riese, ohne motivierte Mitarbeiter erfolgreich sein. Zum anderen werden Arbeitskräfte aufgrund der Altersentwicklung unserer Gesellschaft immer knapper. Und knappe Güter sollte man ja bekanntlich besonders gut pflegen.

Die Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu halten, wird für Mitarbeiter in der modernen Arbeitswelt immer schwieriger. Foto: Pixabay

Um dies zu können, sollte man wissen, wie die Mitarbeiter heute so ticken. Denn die Digitalisierung hat nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch das Arbeitsleben entscheidend geändert. Es wird immer schwerer Arbeit und Freizeit zu trennen, nur noch in wenigen Bereichen gibt es die Jobs, wo man um 9 Uhr den Stift in die Hand nimmt und ihn um 17 Uhr wieder weglegt. „Work-Life-Blending“ nennen das die Experten. Für die Arbeitnehmer bedeutet das mehr Stress, weniger Abschalten – und sei es nur, weil sich die auf dem Handy installierte App mit einer Änderung der Arbeitszeit meldet.

Arbeitsleben: Die neuen Mitarbeiter wollen sich weiterentwickeln

Gleichzeitig gibt es eine Abkehr vom Leistungsdenken. Nicht umsonst ist Work-Life-Balance eine Wortkreation dieses Jahrtausends. Die „neuen“ Arbeitnehmer wollen sich nicht mehr abrackern, nur um zu beweisen, wie leistungsfähig sie sind. Sie möchten ein Arbeitsleben, das es ihnen ermöglicht, ihre Potenziale zu entfalten. Sie möchten vorankommen, aber eben nicht (nur) auf der Karriereleiter, sondern auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung.

Für Unternehmer bedeutet das zunächst einmal, sich für jeden einzelnen Mitarbeiter zu interessieren. Denn wie sollen Potenziale gefördert werden, wenn sie gar nicht bekannt sind? Das höhere Maß an Erreichbarkeit, auch in der Freizeit, sollte mit größerer Freiheit während der „offiziellen“ Arbeitszeit ausgeglichen werden. Wer immer nur nimmt, bekommt irgendwann gar nichts mehr – entweder, weil der Mitarbeiter den Arbeitsplatz wechselt oder weil er unter der Last zusammenbricht.

Ach ja: Obstkörbe und Kicker sind zwar nett, reichen aber auf lange Sicht nicht aus, um Mitarbeiter zu motivieren.

Ihr Andreas Nemeth

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