Ich gebe zu – manchmal habe auch ich ein Motivationstief. Das verfliegt jedoch regelmäßig, wenn ich auf Sportveranstaltungen, beim Besuch von Konzerten oder im Theater die Begeisterung der Menschen erlebe. So manch einen von ihnen habe ich vielleicht zuvor noch mit miesepetriger Miene im Foyer beobachtet oder am Ticketschalter übellaunig vor sich hin grummeln gehört. Doch kaum fällt ein Tor, ist das erste Lied verklungen oder es schließt sich der Vorhang nach dem ersten Akt leuchten die Augen dieser Menschen, strahlen sie von einem Augenwinkel zum anderen.

Auch das griesgrämigste Lebewesen besitzt Begeisterungspotenzial, man muss es nur hervorkitzeln. Foto: Pixabay

Dieser Anblick macht mir Mut und gibt mir Zuversicht für meine Aufgabe als Motivationstrainer, denn er beweist: Begeisterung ist kitzelig und lässt sich aus jedem „hervorkitzeln“. Schließlich steckt in allen Menschen Begeisterungspotenzial und kommt auch beim griesgrämigsten Zeitgenossen dann und wann zum Vorschein.

Tagtäglich bewusst wahrnehmen, was uns begeistert

Allzu oft bringt uns der Alltagsstress dazu, genervt zu sein. Dann hilft es, sich in einer ruhigeren Minute (die man sich gerade in solchen Zeiten nehmen sollte) hinzusetzen und einfach mal aufzuschreiben, welche Ereignisse uns im Verlauf des Lebens begeistert haben, welche Aufgaben, welche Menschen, welche Erlebnisse. Häufig genügt bereits dieses bewusste Fokussieren auf Positives, dass die Stimmung sich ins Bessere wendet, wir unsere alltäglichen Dinge wieder mit einem Lied und/oder einem Lächeln auf den Lippen verrichten. Nebeneffekt: Die Aufgaben gehen uns leichter und erfolgreicher von der Hand.

Ihr besonderes Augenmerk möchte ich auf die Tatsache lenken, dass es viele Begeisterungsfaktoren gibt, die wir tagtäglich um uns haben. Seien es Aufgaben, Menschen, Landschaften. Um begeistert(er) durchs Leben zu gehen, hilft es ungemein, diese bewusst wahrzunehmen und nicht einfach als gegeben hinzunehmen. Viel zu oft wird uns Menschen nämlich erst im Nachhinein bewusst, was uns begeistert hat. Und das ist schade – denn erstens ist es dann zu spät und zweitens haben wir unser Begeisterungspotenzial nicht ausgeschöpft.

Ihr Andreas Nemeth

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