Wer flexibel bleibt, kann auf verschiedenste Situationen erfolgreich reagieren. © Creativa / Fotolia.com

Wer flexibel bleibt, kann auf verschiedenste Situationen erfolgreich reagieren. © Creativa / Fotolia.com

Ursprünglich stammt der Begriff „fixe Idee“ aus der Psychiatrie und wird dort seit Ende des 18. Jahrhunderts als Fachterminus verwendet. Er hat jedoch mittlerweile auch die Umgangssprache erreicht und steht dort für einen Gedanken, der einen Menschen derart beherrscht, dass er kaum noch für anderes offen ist.

Sehr gut kann man das bei Kindern beobachten, die sich zu Weihnachten etwas ganz Bestimmtes gewünscht haben. Da wird sich durch den (meist zu großen) Haufen an Geschenken gewühlt, liebevoll auswählte Präsente werden achtlos beiseite gelegt. Wenn der Herzenswunsch dann doch noch auftaucht, ist Weihnachten gerettet, aber wehe, wenn nicht … Dann herrschen Tränen, Trotz und Schmollen für mehr oder weniger lange Zeit.

An diesem Beispiel wird deutlich, dass schon im zarten Alter Fixierungen die Freude über ein Geschenk blockieren. Und dieses Verhalten zieht sich durch das Leben – ich möchte meinen – aller Menschen: Sobald etwas nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben, sind wir frustriert. Fixierungen oder eben fixe Ideen führen dazu, dass der Mensch starr wird. Und Starrheit führt zu Unflexibilität. Aber gerade Flexibilität benötigen wir, um auf Situationen erfolgreich reagieren zu können. Ein fataler Kreislauf!

Deswegen lautet meine heutige Empfehlung an Sie: Durchschauen Sie Ihre Fixierungen, und lösen Sie Ihre Proteste auf. Wenn Ihnen das gelingt, werden Sie glücklicher sein als je zuvor. Sie werden wieder mit offenen Augen durch die Welt gehen und empfänglich sein für die Glücksmomente und Glücksalternativen, die Sie zuvor vor lauter Fixierung nicht beachtet haben – ganz ähnlich dem Kind unterm Tannenbaum.

Ihr Andreas Nemeth