Grand kann jeder, aber schlechte Karten in einen Sieg ummünzen - das ist die echte Herausforderung. © kenzfotodesign / Fotolia

Grand kann jeder, aber schlechte Karten in einen Sieg ummünzen – das ist die echte Herausforderung. © kenzfotodesign / Fotolia

Wenn Sie Skatspieler/in sind, werden Sie wissen: Ein richtig schlechtes Blatt hat auch sein Gutes. Sie können eine Null oder sogar einen Null Ouvert spielen und ihren Mitspielern damit den Schweiß auf die Stirn und die Miesen auf das Papier treiben.So platt sich der Spruch: „Das ist kein Problem, sondern eine Herausforderung“ auch anhören mag – es liegt viel Wahres darin.

Hätte es nicht Menschen gegeben, die so gedacht haben, gäbe es keine Impfstoffe, keine Medizin. Ohne Ölkrise keine Erschließung alternativer Energiequellen, ohne Waldsterben keine Reduzierung des Schadstoffausstoßes, ohne Finanzkrise keine bessere Kontrolle der Banken, ohne Übergewicht kein Fitnessstudio, und wie oft ist der achtsamere Umgang mit dem Partner Ergebnis einer Ehekrise.

Menschen, die in noch so verfahrenen Situationen nach einer zündenden Idee, der Lösung, dem Ausweg suchen, gehören zu den Chancendenkern. Sie fokussieren sich nicht auf Schwierigkeiten, Perspektivlosigkeit oder Probleme, sondern sehen im Leben eine Ansammlung von Chancen. Wenn sie einen Misthaufen sehen, denken sie nicht an den Gestank, sondern daran, dass und wo man ihn als biologisches Düngemittel einsetzen könnte.

Als Chancendenker werden nur die wenigsten geboren. Umso besser, denn deswegen kann man daran arbeiten, einer zu werden. Fangen Sie doch damit an, sich jeden Tag die Frage zu stellen: Welche Chancen bieten sich mir heute?

Ich glaube, ich habe gerade eine entdeckt …
Ihr Andreas Nemeth