Wer die Routine bricht, gewinnt neue Freude an Altbekanntem. © Sondem / Fotolia.com

Wer die Routine bricht, gewinnt neue Freude an Altbekanntem. © Sondem / Fotolia.com

Mit der Routine ist es so eine Sache, einerseits erleichtert es Handgriffe und Tätigkeiten ungemein, wenn man sie viele Male gemacht hat, andererseits stumpft man dadurch ab und wird unaufmerksam. Eine Folge davon sind viele Arbeitsunfälle an Maschinen, die passieren, weil man eben beim 7.000. Hantieren mit der Säge nicht mehr so konzentriert ist wie beim zehnten Mal.

Neben den körperlichen Gefahren der Routine  birgt der Alltagstrott aber noch eine ganz andere dunkle Seite in sich – denn vor lauter Routine geht mit der Zeit oft auch die Freude an Dingen und Menschen verloren. Und wenn die Freude fehlt, schwinden die Energie und das Glück. Der Schriftsteller und Philosoph Gotthold Ephraim Lessing fasste dies in folgende Worte: „Man wird des Guten und auch des Besten, wenn es alltäglich zu werden beginnt, bald satt.“

Sind solche Energie-, Glücks- und Erfolgsblockaden entstanden, gerät der ganze Lebensfluss ins Stocken. Ohne Engagement wird kein Mensch Spaß und Lebensfreude verspüren können. Wer eine glückliche Beziehung möchte, engagiere sich in der Beziehung. Schon kleine Überraschungen, ungewohnte Aktivitäten bringen Bewegung ins Privatleben. Das gleiche gilt selbstverständlich im Beruf: Immer wieder neue Dinge auszuprobieren, Arbeitsabläufe zu optimieren, neue Ideen zu entwickeln, hält die Freude an der Arbeit wach.

Natürlich wird nicht jeder Versuch aus der Alltagsroutine auszubrechen, ob nun privat oder beruflich, von Erfolg gekrönt sein. Aber führen Sie sich doch einmal folgendes vor Augen: Edison hat tausend Versuchsanordnungen aufgebaut, um irgendwann mit der Entdeckung der Elektrizität und des Lichts belohnt zu werden. Wer dem Alltgstrott die Stirn zeigen will, für den heißt es: durchhalten, Biss beweisen und dann das Leben mit neuem Elan genießen!

Möglichst wenig Trott und viel Elan wünscht
Ihr Andreas Nemeth