Unter Umständen kann auch eine Wasserpfeife die Tasse Tee beim leisen Denken ersetzen. © Stefan Klever

Unter Umständen kann auch eine Wasserpfeife die Tasse Tee beim leisen Denken ersetzen. © Stefan Klever

Langsam, aber sicher schleicht er sich von hinten an, und man spürt ihn bereits deutlich: der Winter. Mit Schnee und strahlend blauem Himmel hat er natürlich auch seine schönen Seiten, mit Schmuddelwetter, arktischen Temperaturen und grauem Himmel sind seine positiven Aspekte schon wesentlich schwerer zu entdecken.

Aber: Was gibt es Schöneres, als es sich auf dem Sofa gemütlich zu machen, einen dampfenden Tee und leckere Kekse neben sich und ein gutes Buch in der Hand. Und weil man das Nützliche ja so oft es geht mit dem Nützlichen verbinden soll, will ich Ihnen heute ein Werk für triste Novembertage empfehlen.

Dabei handelt sich um das Buch „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ von Frank Berzbach. Der Autor, auch Verfasser von „Kreativität aushalten – Psychologie für Designer“, ist Dozent an der Akademie für Gestaltung Ecosign in Köln und praktiziert seit Jahren Zazen, eine besondere Meditationstechnik des Zen-Buddhismus. Das Buch, von dem hier die Rede ist, versteht sich als „Anregung zu Achtsamkeit“ – so der Untertitel. Gewidmet wird sich Themen wie Verlangsamung, Innenschau und auch Langeweile, allesamt förderlich für die Kreativität.

„Geh Tee trinken!“ – das raten Zen-Meister ihren Schülern auf die wirklich wichtigen Fragen des Lebens. Das ist weniger als Werbung für Teein zu verstehen, sondern vielmehr als Rat, Ruhe und Abstand zu gewinnen, loszulassen. Das Buch von Frank Berzbach lädt zum stillen Gespräch, zum leisen Denken ein und auch dazu, die ungeschriebenen Gesetze, die das Leben immer schneller werden lassen, zu hinterfragen. Denn schließlich sollte man die Gestaltung des allerwichtigsten Projekts bei allen Herausforderungen des Alltags nicht aus den Augen zu verlieren: die, des eigenen Lebens.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht
Ihr Andreas Nemeth