Der Wunsch Zeit zu sparen, wird auch in Zukunft einer der Gründe dafür sein, das Internet zum Einkauf zu nutzen. © apops / Fotolia.com

Der Wunsch Zeit zu sparen, wird auch in Zukunft einer der Gründe dafür sein, das Internet zum Einkauf zu nutzen. © apops / Fotolia.com

Der Konsument hat sich spürbar verändert. Er ist anspruchsvoller und besser informiert als je zuvor. Das Alter spielt keine oder nur eine Nebenrolle, wichtig ist das Lebensgefühl. „Alt werden wir schließlich von selbst“, brachte es mal die Einkäuferin eines renommierten Kaufhauses auf den Punkt.

Das EHI Retail Institute, Köln, hat kürzlich in Kooperation mit der GfK, Nürnberg, die Studie ‚Shopperverhalten im Umbruch‘ herausgebracht, die sich mit dem Einkaufsverhalten der Zukunft beschäftigt. In ihr gehören die ‚Werbeverweigerer‘ mit rund 16 Prozent sowie die ‚Schnäppchenjäger‘ zu den stärksten Gruppen – beides ausgesprochen preisorientierte Konsumenten. Das bedeutet (leider) auch – mit der ‚Geiz ist geil-Mentalität‘ ist es nicht vorbei. Während die Werbeverweigerer notgedrungen auf den Preis achten und deswegen gern zu Eigenmarken greifen, sind die Schnäppchenjäger dem Konsum durchaus zugeneigt – sie konsumieren überdurchschnittlich – nur günstig muss es halt sein.

Shopping im Internet und technische Devices sind vor allem für Endverbraucher der Gruppe ‚Zeit ist Geld: Mehr Service bitte‘ interessant, gefolgt von den überzeugten Cyberspace-Nutzern. Damit wird auch klar: Das Internet wird nicht unbedingt zum Einkauf genutzt, weil man davon überzeugt ist, sondern weil man es a) beherrscht und b) den Eindruck hat, ohnehin knappe Zeit sparen zu können. Wer diese Kundengruppen für sich gewinnen möchte, sollte den Aspekt ‚Zeit‘ also in den Mittelpunkt seiner Werbung stellen.

Die Autoren der Studie gehen im übrigen davon aus, dass die Mitte, die derzeit mit etwas mehr als 16 Prozent noch die stärkste Gruppe darstellt, zukünftig dahinschmelzen wird. Wachstum wird hingegen in den Bereichen des nachhaltigen und des luxusorientierten Konsums vermutet, genauso wie – wenig überraschend – im online-affinen Segment.

Stellen Sie sich heute schon auf den Konsumenten von Morgen ein!

Ihr Andreas Nemeth