Seit 2001 als diverse Software-Entwickler das ‚Agile Manifest‘ veröffentlichten, wabert der Begriff agiles Arbeiten durch die Unternehmen. Die sich immer schneller verändernde Welt bringt den Bedarf nach schnellerer Reaktion und Innovation mit sich. Das erfordert eine andere Art des Arbeitens und vor allem auch Denkens – so grob zusammengefasst die Bedeutung dieses Begriffs. Das Gegenteil also von dem, was auch heute noch in vielen, oft alteingesessenen und häufig besonders großen Unternehmen anzutreffen ist.

Agiles Arbeiten kann zu neuem Schwung in Unternehmen führen, vorausgesetzt Führungsteam und Mitarbeiter haben verstanden, worum es dabei geht. Foto: Pixabay

Wir müssen flexibler, offener, dynamischer und weniger bürokratisch werden – diese Erkenntnisse sind häufig vorhanden. Aber so einfach ist es nicht, die eingetretenen – und bekannten – Pfade zu verlassen. Er kürzlich berichtete eine Freundin, die das Unternehmen gewechselt hat, von freier Platzwahl im Büro, die in keiner Weise funktioniert. Weil es nun mal Cliquenbildung gibt. Weil man nicht mit jemandem zusammensitzen möchte, den man nicht mag, auch wenn man am gleichen Projekt arbeitet. Weil eine bekannte Umgebung schöner ist als eine unbekannte etc. pp.

Agiles Arbeiten heißt auch, Verantwortung abzugeben

Eigenverantwortung ist ein weiterer Punkt des agilen Arbeitens. Nicht der Chef sagt, wo es langgeht, sondern das Team entscheidet. Schöner Gedanke, aber möchte und kann wirklich jeder Verantwortung übernehmen. Und, nicht ganz unwichtig, ist der/die Vorgesetzte dazu in der Lage, zu delegieren? Kann er/sie Verantwortung und damit vielleicht auch scheinbar ein bisschen Macht abgeben?

Und noch ein weiterer Punkt steht dem agilen Arbeiten in vielen Unternehmen entgegen: Die Prozesse sind gar nicht darauf ausgerichtet. Wenn sich Angestellte im mittleren Management Investitionen in Höhe von 500 Euro absegnen lassen müssen, werden Flexibilität und Eigenverantwortung ad absurdum geführt.

Woran aber liegt es, dass es so oft nicht klappt mit dem agilen Arbeiten? Es mangelt an wirklichem Verständnis, angefangen bei der Führungsriege, die mit der neuen Rolle hoffnungslos überfordert ist, bis hin zur Belegschaft, die gar nicht weiß, was der Sinn hinter dieser neuen Form des Arbeitens ist. Was helfen kann, verzeihen Sie die Eigenwerbung, ist Coaching!

Ihr Andreas Nemeth

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