So sinnvoll es auch sein mag, dann und wann lauthals zu protestieren - innere Proteste blockieren vor allem unser gesamtes Denksystem. © Jonathan Stutz - Fotolia.com

So sinnvoll es auch sein mag, dann und wann lauthals zu protestieren – innere Proteste blockieren vor allem unser gesamtes Denksystem. © Jonathan Stutz – Fotolia.com

… was doch nicht zu ändern ist“ – so heißt es in der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß, und ganz ähnlich lautet das Rezept für ein protestfreies Leben, das die Basis dafür ist, glücklich zu leben. Denn: Wenn wir uns von allen Protesten befreien, sind wir frei, unabhängig, entscheiden ohne Druck, ohne Zweifel, ohne Sorgen und Angst.

Was aber bedeutet protestfrei? Dahinter verbirgt sich, gegen nichts und niemandem mehr zu kämpfen. Weder gegen das Wetter noch gegen Menschen oder Situatio­nen. Protestfrei bedeutet hingegen nicht, alles hinzunehmen, was uns geschieht, sondern frei von negativen Emotionen zu sein. Denn genau die blockieren unser gesamtes Denken, Fühlen und Handeln. Wer frei von negativen Emotionen ist, ist in der phantastischen Lage, qualitativ positive Entscheidungen zu treffen.    

Was aber hält uns davon ab, protestfrei zu leben? Die Antwort ist relativ einfach: un­ser ständiges Be- und Verurteilen von Situationen und Menschen, das – wenn man in einer ruhigen Minute mal darüber nachdenkt – ohnehin zu nichts gut ist. Denn das Einzige, was sich än­dert, wenn wir beispielsweise über das Wetter oder den Nach­barn schimpfen, ist unsere Stimmung. Noch schlimmer aber ist, dass negative Emo­tio­nen unser gesamtes Denksystem blo­ckieren. Bestimmt können auch Sie sich an Situationen erinnern, in denen Sie ein at­traktives Angebot abgelehnt haben, das sich im Nachhinein als interessante Chance herausstellte, weil Sie sich in einem emotional negativen Zustand befanden. Die Lö­sung lautet also nicht – wie in der Überschrift – zu vergessen, sondern Proteste aufzuspüren und aufzulösen.

Eine gute Nase wünscht Ihnen
Ihr Andreas Nemeth