Nicht erst im Zuge von Fridays for Future und vermüllten Meeren sind gesunde Ernährung, die den Jahreszeiten entspricht und möglichst aus der Region stammt, ein Thema. Aber mit Regionalität kann man nicht nur bei Lebensmitteln punkten. Auch bei anderen Produkten achten die Verbraucher vermehrt auf Herstellung in der näheren Umgebung. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls das Konsumbarometer 2019 von Consors Finanz.

Längst nicht nur bei Lebensmitteln kann man mit Regionalität punkten. Foto: Pixabay

Der Studie zufolge bringt eine große Mehrheit der europäischen Konsumenten heimischen Erzeugnissen großes Vertrauen entgegen. Egal, ob sie in der Region (93 Prozent) oder im Land (94 Prozent) hergestellt wurden. Bereits ein europäischer Ursprung ruft bei 75 Prozent der Befragten positive Assoziationen hervor. Bei US-amerikanischen Produkten sind es nur 61 Prozent, bei chinesischen sogar lediglich 26 Prozent.

Erster Pluspunkt regionaler Produkte ist die Qualität sowie eine bestimmte Wertehaltung, die die Verbraucher mit heimischen Erzeugnissen verbinden. So ist der Konsum regionaler Erzeugnisse für 63 Prozent der europäischen und sogar 66 Prozent der deutschen Befragten gut für die Umwelt. Noch wichtiger sind den Konsumenten die sozioökonomischen Effekte: 77 Prozent sehen positive Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft, 70 Prozent auf den heimischen Arbeitsmarkt. In Deutschland lagen diese Werte bei 80 bzw. 64 Prozent.

Regionalität kann Profil schärfen

„Auffällig ist, dass trotz der hohen Wertschätzung der Anteil der Verbraucher, die regelmäßig regionale Produkte kaufen, noch relativ gering ist“, stellt Gerd Hombergs, CEO von Consors Finanz fest. So bevorzugen in Deutschland 40 Prozent der Befragten beim Kauf im Allgemeinen Produkte aus dem eigenen Land und nur 29 Prozent aus der Region. Meist handelt es sich dabei um Lebensmittel (89 Prozent), Hygiene- und Pflegeprodukte (70 Prozent) sowie Autos (56 Prozent). Ausschlaggebend für dieses Verhalten sei der höhere Preis. Ein Weg, um dies zu ändern, wäre mehr Unterstützung und Förderung für heimische Produkte: Dies wünschen sich 64 Prozent der deutschen Verbraucher.

Aber auch jetzt schon gilt: Das Sortiment mit regionalen Produkten zu bereichern, sie in den Fokus zu rücken, darüber zu sprechen und den Kunden gezielt darauf aufmerksam zu machen, kann eine Möglichkeit sein, sich von Mitbewerbern abzugrenzen und ein individuelles Profil zu entwickeln.

Ihr Andreas Nemeth

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