Es gibt Zeiten, in denen kommt es einem genau so vor, wie in der Headline geschrieben.  Oft ist das auch noch dann der Fall, wenn es sowieso hektisch zugeht und Stress herrscht. Woran liegt das nur?

Wer Verständnis signalisiert, vermeidet das Aufbauen von Blockaden. Foto: Pixabay

Doch stopp, bevor wir uns in Selbstmitleid ergehen, mal überlegen: Wie viel Verständnis bringen wir eigentlich für andere auf? Nehmen wir uns die Zeit zu- oder besser noch hinzuhören und nicht nur zu denken „Okay, verstanden“, sondern dem Gegenüber aufrichtiges Verständnis zu signalisieren und zu kommunizieren? Nicht oft genug, kann ich für mich sagen und bei einigen von Ihnen wird es vermutlich nicht viel anders aussehen, vermute ich.

Dabei ist Verständnis so wichtig. Gerade in Zeiten, in denen die Begegnung oder besser der Umgang mit Computern und Maschinen immer weiter zunimmt, während der Kontakt zu Menschen stetig sinkt. Wir lechzen geradezu nach dem Gefühl, verstanden zu werden.

Verständnis erleichtert die Gesprächsführung

Wenn wir das bei unserer Gesprächsführung im Hinterkopf haben, wird es sehr viel leichter, Blockaden zu vermeiden. Seien Sie die- bzw. derjenige, der diese emotionale Lücke schließt. Das heißt keineswegs, dass man seine Verhandlungsposition aufgeben muss oder umfassende Zugeständnisse machen muss. Vielmehr stärken Sie sogar Ihre Verhandlungsposition.

Die Methode funktioniert in drei Schritten:

  1. Machen Sie sich bewusst, dass jeder Mensch aus seiner Sicht erst einmal Recht hat.
  2. Signalisieren Sie, dass Sie den anderen verstehen können.
  3. Werten Sie Ihren Gesprächspartner auf.

Das Ergebnis liegt auf der Hand: Ihr Gesprächspartner fühlt sich verstanden und verschließt sich Ihrer Position gegenüber nicht, ja ist sogar offen dafür, Ihren Vorschlägen zu folgen. Mit „Aufwerten des Gesprächspartners“ ist – natürlich – keine dahingesprochene Schmeichelei gemeint, sondern vielmehr z.B. ein ernst gemeinter Dank, ein Lob von Leistungen, eine Aussage darüber, wie wichtig einem die Meinung des anderen ist.

Ihr Andreas Nemeth

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