Manchmal denke ich, dass die Zeit, seit ich mich auf dieser Welt befinde, noch nie so durcheinander, so gegeneinander, so aus dem Gleichgewicht geraten war. Das stimmt so vielleicht nicht, aber mein Empfinden ist so. Ganz gleich, wo man schaut, „My country first“ hat es längst über den großen Teich nach Europa geschafft. Vielen ist das eigene Hemd, ob nun als Nation oder als Individuum, so viel näher als die Hose oder das Elend der anderen.

Wer ein motiviertes, kreatives und engagiertes Team möchte, sollte ihm Handlungsspielräume lassen. © Pixabay

Wer ein motiviertes, kreatives und engagiertes Team möchte, sollte ihm Handlungsspielräume lassen. © Pixabay

Dabei sollte das Gebot der Stunde gerade jetzt Zusammenhalt lauten, und zwar nicht nur für die Weltengemeinschaft, Europa usw., sondern auch und gerade in Unternehmen. Mitunter herrscht auch hier eher ein Gegen- als ein Miteinander, und das ist weder für den Erfolg noch für die Stimmung besonders zuträglich.

Abhilfe kann da ein gemeinschaftsorientiertes Führungsprinzip namens PEP (Purpose, Education, Partizipation) schaffen. Über die erste Säule habe ich erst vor kurzem in einem Beitrag geschrieben: das Setzen eines Ziels, das über die Erwirtschaftung von Gewinn hinausgeht und das Sein des Einzelnen in einen „Kontext der Öffentlichkeit“ stellt, wie es so schön in einem Text des Zukunftsinstituts heißt. Die Schlüsselfrage lautet: „Wieso wird die Welt ein Stück besser, weil es uns gibt?“

Ohne Mitbestimmung kein Zusammenhalt

Bildung ist die zweite Säule dieses Konzepts. Sie ist nicht nur Basis zu wirtschaftlicher, sondern auch zu sozialer und kultureller Teilhabe. Wenn sich außerhalb des Unternehmens nicht die gewünschten Angebote finden lassen, sollte man sich nicht aufs Jammern verlegen und es dabei bewenden lassen. Um den Zusammenhalt zu stärken, sind vielmehr interne Weiterbildungsangebote und das Überprüfen vorhandener angebracht.

Last, but not least, geht es um Teilhabe und Mitbestimmung, die für den Zusammenhalt und das Gelingen von Gemeinschaften unverzichtbar sind. Handlungsspielräume und Intrapreneurships sorgen für Motivation, Kreativität und positives Engagement. Und wer hätte nicht gern ein Team, das von diesen Dingen vorangetrieben wird?

Ihr
Andreas Nemeth

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