Niemals ist man so ganz allein - selbst im Death Valley nicht. © Stefan Klever

Niemals ist man so ganz allein – selbst im Death Valley nicht. © Stefan Klever

Zwei der Urängste des Menschen sind die Sorge, einsam zu leben und nicht geliebt zu werden. Dabei ist eines klar: Den Zustand totaler Einsamkeit gibt es nicht. Es werden immer Menschen um uns sein, die uns wichtig sind und die uns mögen – vielleicht sind es in guten Zeiten mehr als in schlechten, aber Sie wissen ja: Es ist die Qualität, die zählt, und nicht die Quantität.

Doch reicht dieses Wissen aus, um die tiefsitzende Urangst vor Einsamkeit zu besiegen? Vermutlich nicht, denn was der Kopf begriffen hat, muss noch längst nicht auf der Gefühlsebene angekommen sein. Um das zu erreichen, sollte man sich bewusst machen, dass man zahlreiche Glücksverbindungen besitzt. Das geht im Alltag nämlich oftmals unter. In einem Coaching klagte zum Beispiel ein Manager darüber, dass er sich ziemlich einsam fühle – trotz glücklicher Ehe, wunderbarer Kinder und harmonischem Freundeskreis. Warum? Weil er diese vertrauten Kontakte gar nicht mehr bewusst wahrnahm. Sie waren zu selbstverständlich, um gewürdigt zu werden.

Und so geht es uns doch fast allen oder? Was also tun? Nehmen Sie sich einmal die Zeit und schreiben Sie alle Kontakte auf, die Sie als Glücksverbindungen betrachten. Dann schreiben Sie hinter jeden Namen Ihre persönlichen Gründe, warum gerade die Verbindung für Sie eine Glücksverbindung ist. Diese Liste stecken Sie in Ihr Portemonnaie oder legen Sie in eine Schublade. Und immer, wenn der Gedanke Sie beschleicht, wie einsam Sie sind oder Sie Angst davor haben, es zu werden, schauen Sie sich diesen Zettel an – am besten nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Herzen. Sie werden sehen, das hilft!

Ihr Andreas Nemeth