Immer wieder müssen wir in unserem Beruf und auch in unserem Privatleben Überzeugungsarbeit leisten. Ein wichtiger Baustein, damit es gelingt, unser Gegenüber auf unsere Seite zu bringen, ist eine kraftvolle Wortwahl.

Sprache kann und sollte kraftvoll sein, nur dann überzeugt sie. Quelle: Pixabay

Damit meine ich keine Kraftausdrücke im eigentlichen Sinn, obwohl die zugegebenermaßen ihren Namen durchaus zu Recht tragen. Vielmehr geht es darum, zu vermeiden, eine Aussage durch schwammige Formulierungen wie z.B. „eigentlich“ oder „eventuell“ zu verwässern.

Auch der Konjunktiv, in Form von „könnte“, „sollte“, „würde“, trägt nicht gerade dazu bei, Power hinter ihre Ausführungen zu bringen. Die Ausnahme von der Regel sind Situationen, in denen Sie die Kompromissbereitschaft des oder der Anderen fördern möchten. Dann ist ein „Könnten Sie sich das vorstellen?“ durchaus erlaubt.

Auch ein wenig mehr Fantasie tut gut, wenn Formulierungen an Kraft gewinnen sollen. Wie viel besser als ein „gut“ klingt beispielsweise ein „phantastisch“, wie viel besser ein „außergewöhnlich“ als ein „anders“.

Kraftvolle Sprache muss trainiert werden

Unter Umständen müssen Sie Ihren bisherigen Sprachgebrauch ein wenig ändern und erweitern, um sich eine kraftvollere Ausdrucksweise anzueignen. Doch das ist überhaupt kein Problem: Zum einen können Sie sich angewöhnen, Texte, die Sie lesen (müssen), auf starke Worte zu durchforsten. Zum anderen können Sie sich jedes Mal, wenn Sie eine „schwache“ Aussage lesen oder hören, eine starke Alternative dafür überlegen. Dabei darf ruhig ein Synonymwörterbuch oder ein Thesaurusprogramm helfen, das mindert den Übungseffekt in keiner Weise.

Ihr Andreas Nemeth

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