DAS NEMETH POTENZIAL MOTIVATIONSTRAINING IN DER PRESSE

Raus aus der Krise.

Tipps aus dem Nemeth-Potenzial Motivationstraining von Potenzialentwickler Andreas Nemeth im Interview mit dem BTE-Fachmagazin „marketingberater“

Raus aus der Krise

Kommunikationsexperte Andreas Nemeth zeigt Wege in eine erfolgreiche Zukunft auf

mb: Herr Nemeth, wie ist Ihre Einschätzung – wird sich der Modehandel als Folge der Corona-Krise grundsätzlich verändern?

Andreas Nemeth: Ich rechne eher mit einer Neuorientierung in manchen Bereichen. Zum einen wird sich das Konsumverhalten der Kunden verändern. Leere Shoppingmeilen mit geschlossenen Ladenlokalen haben den Endverbrauchern eine Welt, in der nur noch online gekauft wird beziehungsweise gekauft werden kann, vor Augen geführt. Ich denke, dass zahlreiche Kunden jetzt doch lieber erst einmal zum Händler vor Ort gehen, als sich bei einem Online-Riesen ein paar Schuhe zu bestellen. Wichtig ist, dass der stationäre Handel diesen Trend zu „Buy local“ jetzt aktiv für das Marketing nutzt.

mb: Haben Online-Strategien für den stationären Handel an Bedeutung gewonnen?

Andreas Nemeth: Händler, die sich bis dato kaum mit Online-Shop bzw. -Präsenz beschäftigt haben, werden sich nun intensiver mit diesem Thema auseinandersetzen. Viele von ihnen werden spätestens jetzt eine Online- oder zumindest eine Social-Media-Präsenz aufbauen. Die Vorteile haben sich während des Shutdowns gezeigt: Viele Kunden hielten den ortsansässigen Händlern über Instagram, Facebook und – soweit vorhanden – Online-Shop die Treue und sorgten auch während dieses Zeitraums für Umsätze. 

mb: Gibt es spezielle Kommunikationstipps, die ein Unternehmen im Dialog mit seinen Mitarbeitern beherzigen sollte?

Andreas Nemeth: „Offenheit und Transparenz“ lautet meine Regel Nr.1, denn das erwarten Mitarbeiter von ihren Führungskräften. Also nicht um den „heißen Brei“ herumreden, sondern die Fakten auf den Tisch legen. Und zwar ganz gleich, ob es um längere Öffnungszeiten oder Kurzarbeit geht. „Verständnis für die Sorgen der Mitarbeiter“ ist eine weitere Maxime. Sich also in die Lage der Mitarbeiter zu versetzen und eventuell vorhandene Ängste nicht vom Tisch zu wischen, sondern diese ernst zu nehmen. Meine dritte Empfehlung an unsere Handelskunden lautet „Kommunikation der offenen Tür“. Das bedeutet, den Mitarbeitern zu signalisieren, dass diese jederzeit zu ihren Führungskräften kommen können. Das ist zwar manchmal etwas anstrengend, vermittelt dem Team jedoch das Gefühl, dass man sich kümmert.

mb: Apropos Kommunikation – welchen Einfluss hat die Kommunikationskultur auf Unternehmenserfolg und Mitarbeitermotivation?

Andreas Nemeth: Ich erlebe diesen Einfluss gerade in zahlreichen, vor allen Dingen familiengeführten Unternehmen. Dort, wo in der Vergangenheit auf Augenhöhe, respektvoll und mit einer hohen Eigenverantwortung geführt wurde, engagieren sich Mitarbeiter trotz Kurzarbeitergeld und Freistellung extrem. Hier zeigt sich, dass sich „gute“ Führung auf Augenhöhe auszahlt.

mb: Erfordert die Corona-Krise neue Trainings- und Schulungsmaßnahmen?

Andreas Nemeth: Tatsächlich sind neue Themen in den Fokus gerückt. In unseren aktuellen Nemeth-Potenzial-Trainings bauen wir Vertrauen und Sicherheit im Team auf und vermitteln, wie man diese auch auf Kunden überträgt. Ein anderer Schwerpunkt ist Mitarbeiterführung, die in Corona-Zeiten noch mehr Fingerspitzengefühl erfordert als ohnehin nötig. Wie vermittle ich Mitarbeitern die Kurzarbeitergeld-Maßnahmen, und wie kann ich mein Team trotzdem zu Höchstleistungen animieren, sind weitere wichtige aktuelle Themen. In unseren Verkaufstrainings behandeln wir natürlich auch das Sujet „Verkaufen und Kunden begeistern mit Maske“. Das Thema „Durchschnitts-Bon Erhöhung“ (KPI) ist im Handel schon lange präsent. Jetzt, mit noch geringeren Frequenzen, ist es zum existenzsichernden Inhalt unserer Trainings geworden.     

mb: Hat die Corona-Krise auch positive Effekte auf Unternehmen?

Andreas Nemeth: Auf jeden Fall! Unternehmen werden gezwungen, Geschäftsmodelle und althergebrachte Strategien auf den Prüfstand zu stellen. Auch interne Führungsmodelle, bezogen auf den Grad der Mitarbeitermotivation, werden notgedrungen hinterfragt. Das ist immer gut! In den vergangenen Wochen sind in zahlreichen Unternehmen mehr Innovationen eingeführt worden als in den 20 Jahren zuvor. Ich bin mir sicher, dass zahlreiche Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen werden. Jetzt lautet das Motto, durchzuhalten und die Situation bestmöglich zu meistern, um danach in eine erfolgreiche Zukunft zu steuern. Schließlich bewegen wir uns auch nach Corona in einem milliardenschweren Marktsegment. UAK

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