„Ich kann mit allen zehn Füßen in zwanzig Türen
Und mit dem 11. in der Nase Ballette aufführen
Aber, wenn ich könnte wie ich wollte, würde ich gar nichts wollen.
Ich weiß aber, dass alle etwas wollen sollen.“

So heißt es wunderbar paradox in dem Lied „Müssen nur wollen“ der Pop-Rock-Band ‚Wir sind Helden‘. Das kann ja irgendwie gar nicht klappen oder? Genauso wenig wie die Aufforderung „Jetzt sei doch mal spontan“ oder „Denken Sie kreativ“. Kaum gesagt, und schon geht nichts mehr. Dabei muss dieser Druck noch nicht einmal von außen kommen. Oft genug machen wir ihn uns selber und verbauen uns damit den Weg zu Erfolgen.

Mit Druck bekommt man vielleicht guten Espresso, aber bestimmt weder innovative noch kreative Mitarbeiter. © Pixabay

Mit Druck bekommt man vielleicht guten Espresso, aber bestimmt weder innovative noch kreative Mitarbeiter. © Pixabay

Doch ob nun aus uns selbst oder von außen – Motivation, Begeisterung, Kreativität, Lösungen, Ideen entstehen nicht unter Zwang, sondern aus der Freiheit heraus, eben nicht zu müssen, sondern zu wollen oder eben vielleicht auch gar nichts zu wollen. Einer befreundeten Journalistin fallen die besten Überschriften und Einstiege in Artikel beispielsweise beim Bügeln, Gassi gehen, Schwimmen oder Spülen ein. Warum wohl?!

Für Innovation braucht es Gelassenheit

Das Zukunftsinstitut  nannte dieses „Müssen-Müssen“ im vergangenen Jahr „Innovations-Terror“ und schrieb dazu: „Innovation ist eine Ware – ohne die nichts geht … Wahre Innovation braucht Tiefe, Zeit und Geduld.“ Und genau das ist es, was vielen Unternehmen und Führungskräften fehlt – sicher auch aufgrund des stetig wachsenden Konkurrenzdrucks. Aber: Gelassenheit und Abstand sind unentbehrlich, wenn man Neues entdecken, zulassen und ergründen möchte.

Anstatt sich also an den Schreibtisch zu setzen und auf Inspiration zu hoffen, lieber mal die Sportschuhe anziehen und eine Runde joggen. Dabei kommt im Endeffekt mehr raus – nämlich ein fitter Körper und ein freier Geist.

Ihr
Andreas Nemeth

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