Der Begriff Know-Your-Customer stammt eigentlich aus dem Gebiet der Versicherungen und Banken. Schaden kann es aber auf keinen Fall, seinen Kunden, und auch den, der es werden könnte, zu kennen. Denn je mehr man über ihn weiß, desto besser kann man ihn ansprechen, begeistern und vom Kauf überzeugen. Dabei stehen allerdings weniger Legitimation und Geschäftsdaten im Vordergrund als vielmehr Eigenschaften und Leidenschaften, um es kurz zu machen (und weil es sich gut anhört).

Der Prahler unter den Kunden zeigt gerne, was er hat, und zwar so ziemlich jedem. Gewisse Ähnlichkeiten zum Pfau sind nicht zu verleugnen. © Pixabay

Der Prahler unter den Kunden zeigt gerne, was er hat, und zwar so ziemlich jedem. Gewisse Ähnlichkeiten zum Pfau sind nicht zu verleugnen. © Pixabay

Eine Frage, die für Geschäftsinhaber von Interesse sein könnte, ist beispielsweise: Wie technikaffin sind meine Kunden? Und mit genau diesem Sujet hat sich kürzlich YouGov Deutschland im Auftrag von E.ON beschäftigt. Im Mittelpunkt stand dabei das sog. Smart Home, in dem mehr oder minder alles per Smartphone, Sprachbefehl oder vollautomatisch gesteuert wird. Knapp 20 Prozent der Deutschen tun dies bereits bei Musik, Licht, Heizung oder Haushaltsgeräten – so die Umfrage. Über 50 Prozent können sich vorstellen, sich in Zukunft ein smartes Gerät anzuschaffen. Ein Glücksfall für diejenigen unter ihnen, die damit ihr Geld verdienen!

Das Smartphone erleichtert den Alltag

Mit einem Augenzwinkern wurde zudem ein Ranking erstellt, das vom Prahler (36 Prozent) angeführt wird. Er wird, so die Meinung der Befragten, derjenige sein, der als Erstes in einem vollständigen Smart Home leben wird. Er zeigt gern, was er hat und „sonnt sich im Glanze seiner smarten Gadgets“, die er gerne auch Nachbarn, Freunden und Familie vorführt. Auf Platz zwei folgt der Genießer (20 Prozent), bei dem es sich um einem erfolgreichen Business-Menschen handelt, für den Geld kaum eine Rolle spielt, der viel arbeitet und in den wenigen freien Stunden Komfort genießen möchte. Den Rang drei belegt der Alltags-Pragmatiker (17 Prozent), der sich mit neuer Technik gut auskennt, sein Smartphone als „Allzweckwaffe“ schätzt, mit dem er Raumtemperaturen, Energieverbrauch und Kühlschrankinhalt immer im Blick hat. Vierter im Bunde ist der Bastler (12 Prozent), der über ein hohes Technikverständnis verfügt und sich sein Smart Home problemlos ohne fremde Hilfe zusammenstellt.

Und, haben Sie sich oder den ein oder anderen Kunden wiedererkannt? Folgt man den Teilnehmern der Umfrage gibt es übrigens in Bayern und NRW besonders viele Prahler, in Hamburg finden sich die Genießer, die Alltags-Pragmatiker leben in Berlin und die Bastler tüfteln in Rheinland-Pfalz vor sich hin.

Ihr
Andreas Nemeth

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