Nur, wer sich selbst kennt, kann wissen, was er kann. © Foto: Stefan Klever

Nur, wer sich selbst kennt, kann wissen, was er kann. © Foto: Stefan Klever

Manche Menschen scheinen das Leben mit einer Bühne zu verwechseln – sie spie­len ununterbrochen verschiedene Rollen und wissen letztendlich gar nicht mehr, wer sie wirklich sind. Da ich beruflich sehr viel unterwegs bin und häufig in Hotels über­nachte, habe ich oft Gelegenheit, die dort anreisenden Gäste zu beobachten – wie sie die Empfangshalle betreten und an der Rezeption einchecken. Bei vielen habe ich den Eindruck, dass ihr Auftreten mit ihrer wahren Persönlichkeit nur wenig oder sogar nichts zu tun hat. Die einen spielen den Freundlichen, andere geben den Arro­ganten, und wieder andere verlegen sich aufs unhöfliche Fach.

Soziologen behaupten, dass die meisten Menschen eine Rolle spielen, die ihnen von ihrem Umfeld aufgezwungen wird. Dies ist auch meine Meinung. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, dass viele Menschen derart mit ihrer Rolle verwachsen sind, dass sie sich selbst verloren haben. Und das ist doch sehr schade, oder?!

Ich glaube fest daran, dass ein Mensch, der ganz bei sich ist, unschätzbare Vorteile besitzt. Aus diesem Grund lege ich in meinen Seminaren großen Wert darauf, dass die Natürlichkeit und die wahre Persönlichkeit der Teilnehmer zum Vorschein kommt. Denn ein Rezept für beruflichen Erfolg ist authentisches Auftreten. Nur wer wirklich bei sich ist, wirkt überzeugend. Nur dann haben wir Zugriff auf vorhandenes Poten­zial, denn nur dann ist es uns auch bewusst. Spielen wir allerdings eine Rolle, dann sind wir – ohne es zu merken – mehr damit beschäftigt, diese auszufüllen, als uns auf unsere tatsächlichen Qualitäten zu besinnen.

Einen guten Draht zu sich selbst wünscht Ihnen
Ihr Andreas Nemeth