Früher hat man sich die Eieruhr gestellt, um zu wissen, wann der Tee fertig gezogen hat. Man ist aufgestanden, hat sich die Lieblings-CDs rausgesucht und sie in den Player geschoben. Man hat Termine und notwendige Einkäufe in den Kalender geschrieben. Heute übernehmen das sogenannte Voice Assistants wie Alexa, Siri, Google Assistant & Co. – jedenfalls ist das aus der Studie „Wie smart sind Smart Speaker? Wie die digitalen Mitbewohner unseren Alltag verändern“, die vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen durchgeführt wurde, herauszulesen.

Beobachtet fühlen sich die Menschen durch ihre Voice Assisants anscheinend nicht, vermissen tun sie sie aber schon. Foto: Pixabay

70 Prozent der mehr als 1.000 befragten Nutzer über 18 Jahren möchten ihren Smart Speaker im Alltag nicht mehr missen. Dabei steht längst nicht nur Unterhaltung im Mittelpunkt, sondern es ist auch eine sehr große Bereitschaft vorhanden, die digitalen Mitbewohner in Kaufentscheidungen einzubinden. Und das ist der Punkt, an dem der Handel aufmerksam werden sollte!

Zwar kritisieren 58 Prozent, dass die Systeme noch nicht ausgereift sind, und die Stimme gibt des Öfteren Anlass zu Kritik. Würden die Vertrauenswürdigkeit im Allgemeinen und die Emotionalität im Besonderen jedoch ausgebaut werden, könnten die Smart Speaker zu „Lebens- und Alltagsberatern werden“, so das Resümee der Studie.

Voice Assistants: Potenzial zum Lebens- und Alltagsberater

Eines scheint jedenfalls festzustehen: Die Voice Assistants haben ein großes Potenzial, das Such-, Vergleichs- und Einkaufsverhalten weiter zu verändern. Wer darauf adäquat reagieren möchte – und das muss der Handel wohl oder übel, sollte sich frühzeitig mit den möglichen Veränderungen beschäftigen, sie verstehen und aktiv begleiten.

Dass die „Gespräche“ mit den digitalen Mitbewohnern aufgezeichnet und ausgewertet wurden, spielte in der Studie übrigens anscheinend keine Rolle. Zum krönenden Abschluss noch eine weitere Zahl: Immerhin 64 Prozent vermissen ihren Voice Assistant, wenn sie woanders sind. Frei nach dem Motto: Lieber schlechte Gesellschaft als gar keine – könnte man da denken, tue ich aber natürlich nicht.

Ihr Andreas Nemeth

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