Im Leben sind die Wege und Möglichkeiten nicht immer so offensichtlich. Deswegen empfiehlt sich hin und wieder eine persönliche Bestandsaufnahme. Foto: © Stefan Klever

Im Leben sind die Wege und Möglichkeiten nicht immer so offensichtlich. Deswegen empfiehlt sich hin und wieder eine persönliche Bestandsaufnahme. Foto: © Stefan Klever

Eine meiner Empfehlungen ist es, immer mal wieder eine persönliche Bestandsaufnahme zu machen. Die bietet Orientierung, führt den eigenen derzeitigen Standort vor Augen und macht deutlich, wo und welche Potenziale vorhanden sind. Nach einer solchen „Inventur“ – die richtige Zeit dafür wäre ja jetzt – könnten Sie sich dann beispielsweise auch gleich einmal daranma­chen herauszufinden, welche Lebensziele Sie motivieren.

Dazu müssen Sie sich zunächst die Antworten Ihrer persönlichen Bestandsaufnahme noch einmal an­schauen (ich hoffe Sie haben diese aufgeschrieben). Nehmen wir beispielsweise die Antwort auf  die Frage, welche Position Sie derzeit bekleiden. Dabei ist die Position an und für sich völlig unerheblich für das weitere Vorgehen. Wichtig ist nur, ob sich aus ihr ein interessantes Ziel ableiten lässt. Wenn Sie zum Beispiel geschrieben haben „Ich bin Produktmanager“ könnte es sein, dass sich für Sie das Ziel ergibt, in die Vorstandsetage des Unternehmens aufzustei­gen. Sie können aber auch ganz zufrieden sein, so dass sich kein weiteres Ziel ergibt. Wenn Sie derzeit Hausfrau und Mutter sind, wäre es denkbar, dass Sie vor allem mehr Freiraum für sich und Ihre persönliche Entwicklung anstreben. Ob sich aus Ihren Antworten neue Ziele ergeben, hängt also ganz von Ihnen ab. Dabei muss nicht unbedingt Unzufriedenheit der Auslöser für ein neues Ziel sein, auch Spaß an der persönlichen Weiterentwicklung kommt dafür in Frage.

Nachdem Sie Ihre persönliche Standortanalyse nach diesem Schema durchgegan­gen sind, werden Sie das ein oder andere Ziel ermittelt haben. Nun gilt es nur noch, diese klar zu definieren, zu konkretisieren. Mal wieder möchte ich Ihnen hierfür eine Check­liste empfehlen. Die könnte wie folgt aussehen: Welches Ziel haben Sie? Was können Sie für die Zielerreichung tun? Welche Unterstützung benötigen Sie? Wer kann diese leisten? Welche Schritte/Teilziele haben Sie wann erreicht? Wann haben Sie das Gesamtziel erreicht? Was begeistert Sie an dem Ziel? Welche Zielalternativen kommen in Frage?

Viel Spaß beim freudvollen Verfolgen Ihrer Ziele wünscht
Ihr Andreas Nemeth