Um zu wissen, in welche Richtung es  weitergeht, sollte man wissen, wo man steht. Foto: Stefan Klever

Um zu wissen, in welche Richtung es weitergeht, sollte man wissen, wo man steht. Foto: Stefan Klever

Hierbei handelt es sich nicht um den Titel der Nachfolgesendung von „Was bin ich?“, sondern vielmehr um die Frage aller Fragen, wenn Sie so wollen. Denn ein Ziel kann man nur erreichen, wenn man weiß, wo man sich derzeit befindet. Ein gutes Beispiel dafür ist Kolumbus, der auf der Suche nach einem neuen Seeweg nach Indien „versehentlich“ Amerika entdeckte und es fälschlicherweise (und bis zu seinem Tod) für einen Teil Asiens hielt.

Nun kann man Kolumbus daraus wahrhaftig keinen Vorwurf machen, die technischen Voraussetzungen waren 1492 grundlegend andere als heutzutage. Ganz anders sieht es bei unseren persönlichen Zielen aus. Da viele Menschen nicht wissen, an welchem Standort sie sich in ihrem Leben gerade befinden, schlagen sie einen Weg ein, befolgen diesen mit großem Energieaufwand und wundern sich dann, wenn sie ihre Wunschergebnisse trotzdem nicht erreichen.

Fragen, die man sich zuvor stellten sollte und die in die richtige Richtung gehen, lauten etwa „Wo stehe ich persönlich?“, „Wo stehe ich beruflich?“, „Wo stehen mein Unternehmen bzw. meine Familie momentan?“ und sind noch recht einfach zu beantworten. Schwieriger wird es da schon mit „Wie fülle ich meine berufliche Position derzeit aus?“ oder „Welche Verantwortung trage ich für wen in meinem persönlichen Lebensbereich?“ Man muss schon ein wenig in die Tiefe gehen, wenn man wissen will, wo man steht, und man sollte offen zu sich selbst sein, denn nur dann wissen Sie am Ende Ihres ganz persönlichen Fragebogens, wo Sie sich momentan befinden. Und nur wer weiß, wo er steht, ist in der Lage, sich in die richtige Richtung weiterzuentwickeln.

Ob Kolumbus jemals einen solchen Fragebogen erstellt hat, ist nicht überliefert und stark zu bezweifeln. Sicher ist aber, dass er seinen persönlichen Standort kannte, denn sonst hätte er sein Ziel, ein berühmter Seefahrer zu sein, wohl kaum erreicht.

Ihr Andreas Nemeth